»Innovation ist mehr als Technologie und gute Ideen. Menschen handeln am Ende.«
Innovationsforscher · Organisationssoziologe · Unternehmensberater · Hochschullehrer
An der Schnittstelle von Ökonomie und Soziologie.
Dr. Tilmann Drebes
Mit Innovationen kennt sich Tilmann Drebes in Theorie und Praxis aus. Er weiß, wie Neues in Wirtschaft und Gesellschaft entsteht und sich entwickelt. Er ist in der Lage, Innovationen umfassend und ganzheitlich zu untersuchen und zu verstehen, neben den Chancen bedeutet dies auch die Risiken bzw. neue Probleme zu berücksichtigen. Für ihn sind Innovationen echte Verbesserungen, die von Menschen wahrgenommen werden können und stets in einen situativen Kontext, mit spezifischen Strukturen und handelnden Menschen, eingebettet sind. Der Zugang zum Verständnis von Innovation erfordert seiner Ansicht nach einen mehrdimensionalen und multiperspektivischen Ansatz. Was das genau bedeutet? Das erklärt Ihnen Dr. Tilmann Drebes gerne in einem persönlichen Gespräch.
Als ausgebildeter Kaufmann studierte Dr. Tilmann Drebes Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftssoziologie und Wirtschaftspsychologie an den Universitäten Bonn und Innsbruck. In Dänemark studierte er Business Administration an der Copenhagen Business School. Sein Diplom erlangte er an der Universität Bonn, wo er auch in Wirtschaftssoziologie und in Wirtschaftspsychologie promovierte. Vor seinem Studium absolvierte er eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann bei der Daimler AG in Stuttgart.
Während seines Studiums arbeitete bei der Daimler AG am Fließband und unterstützte die Produktion als Staplerfahrer in der Logistik. Tilmann Drebes interessiert sich für Menschen und soziale Prozesse in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern mit ihren spezifischen Strukturen. Zusammenhänge beobachtet und versteht er sowohl auf Makro-, Meso-, als auch auf Mikroebene. Sein wissenschaftliches Fundament basiert auf den Arbeiten von Prof. Friedrich Fürstenberg.
Ein besonderer Fokus von Dr. Tilmann Drebes liegt auf Innovationsprozessen und dem Phänomen des Innovationstransfers in Wirtschaft und Gesellschaft. Er arbeitet eng mit Mittelstands- und Familienunternehmen zusammen. Auch andere Organisationen, wie Verwaltungen und Behörden, Anstalten des öffentlichen Rundfunks, der Polizei und des Militärs sowie weitere Organisationen der öffentlichen Hand bzw. Genossenschaften gehören zu seinem Arbeitsumfeld.
Mehr zum Thema Innovation und Innovationstransfer in der empirischen Studie zum Phänomen „Innovationstransfer als sozialorganisatorischer Prozess“ von Dr. Tilmann Drebes.
Dimensionen von Innovation
Innovation ist zu einem der prägendsten Begriffe unserer Zeit geworden. Auch wenn manche Menschen diesen Begriff kritisieren, weil er so häufig verwendet wird, so darf man nicht übersehen, dass Innovationen das gesellschaftliche Leben und Arbeiten von uns Menschen an zahlreichen Stellen verbessert haben. Gerade mittelständische Unternehmen haben durch ihre Innovationskraft bewiesen, dass sie Tradition und Fortschritt erfolgreich verbinden können. Dabei geht es nicht immer um bahnbrechende Erfindungen, sondern oft um die kontinuierliche Verbesserung bestehender Produkte und Prozesse, die den nachhaltigen Erfolg dieser Unternehmen sichert.
Die positiven Auswirkungen von Innovationen zeigen sich in nahezu allen Lebensbereichen: In der modernen Medizin haben Entwicklungen, wie Impfstoffe, Antibiotika und bildgebende Verfahren Millionen von Menschenleben gerettet und die Lebensqualität deutlich verbessert. Die digitale Revolution hat durch Internet und Smartphones die globale Kommunikation grundlegend verändert und ermöglicht heute einen schnellen weltweiten Austausch von Wissen und Ideen. Selbst im Alltag haben technische Innovationen, wie Haushaltsgeräte und moderne Verkehrsmittel die Menschen von zeitraubenden Routinearbeiten befreit und neue Freiräume geschaffen.
Innovationen lassen sich dabei als erfolgreiche Problemlösungen von Menschen für Menschen verstehen. Sie beschränken sich keineswegs nur auf spektakuläre technologische Durchbrüche oder revolutionäre Produkte. Vielmehr umfassen sie ein breites Spektrum von Veränderungen, die unseren Alltag und die Gesellschaft auf vielfältige Weise prägen und verbessern. Besonders interessant ist dabei die aktive Rolle der Menschen im Innovationsprozess: Durch ihr Verhalten und ihre Kaufentscheidungen bestimmen sie maßgeblich über den Erfolg oder das Misserfolg von Innovationen. Oft entwickeln sie auch neue, ursprünglich nicht vorgesehene Nutzungsweisen und tragen so selbst zur Weiterentwicklung von Innovationen bei.
Mehr zum Thema Innovation und Innovationstransfer in der empirischen Studie zum Phänomen „Innovationstransfer als sozialorganisatorischer Prozess“ von Dr. Tilmann Drebes.